Informationsblatt zum Medikamentösen …

… Schwangerschaftsabbruch mittels Mifegyne®

Trigger Warnung: Solltest du Erfahrung haben mit Fehlgeburten oder du bist Schwanger – dann Lies Bitte nicht weiter.

Da dies zu meiner Geschichte zählt, habe ich dies auch abgeschrieben was ich bekommen habe. Ich schätze mal das es noch so ist, bzw vielleicht noch geändert oder nicht. Das kann ich nicht sagen da es im Jahr 2014 war.


Sie sind unerwünscht schwanger und haben sich nach reiflicher Überlegung entschieden, ihre Schwangerschaft mit Tabletten abzubrechen.

Vorraussetzungen:

Seit Ihrer letzten Regelblutung sind nicht mehr als 63 Tage vergangen.
Sie leiden werder an schwerem unbehandeltem Asthma noch an einer Erkrankung der Nebenniere oder an Porphyrie.

Wie erfolgt die Einnahme der Medikamente:

Sie nehmen zunächst 1 Tablette Mifegyne ® und 24 – 48 Stunden später Cyprostol ® – Tabletten vaginal (2 Tabl. wenn seit der Letzten Regel nicht mehr als 49 Tage bzw. 4 Tabletten, wenn zwischen 49 und 63 Tagen vergangen sind). Das Einführen von Cyprostol ® erfolgt auswärts oder hier im Institut. Im Durchschnitt kommt es nach 2 – 3 Stunden zum Abort. Manchmal kann es Länger, in Einzelfällen bis zu 24 Stunden bis zum Blutungsbeginn dauern.

Eine Leichte Blutung nach Einnahme der Mifegyne ® kommt immer wieder vor und bedeutet keine Komplikationen.

Wichtig: Cyrostol ist ein so genanntes Off-Label Präparat. Es ist in Österreich als Magenschutzpräparat zugelassen. Gemeinsam mit Mifegyne ist es Lange und bewährt in Verwendung.

Wie wirken die Medikamente:

Mifegyne blockiert die Wirkung des Schwangerschaftshormons Gestagens und sensibilisiert die Gebärmutter für Prostaglandine. Cyprostol ist ein Prostaglandin. Es füht zum Abgang des Embryos aus der Gebärmutter.

Was können Sie erleben:

Es kommt zu einer Blutung, die 2-3 Stunden stark sein kann und dann durch ca. 10 Tage wie eine normale Regel verläuft. Eine Schmierblutung bis zur ersten menstruation nach den Abbruch kommt immer wieder einmal vor.

In den Blutkoagula kann sehr selten der Embryo in einen kleinen Bläschen erkennbar sein. Wie raten Ihnen, in dieser Zeit ein Begleitung einer vertrauten Person zu sein.

Es können Unterbauchkrämpfe auftreten, die mit Schmerzmittel (z.B. Parkemed) gut behandelbar sind. Manche Frauen erleben ausgeprägte Trauer.

Nebenwirkungen:

Nach einer Einnahme von Mifegyne® kommt es manchmal zu Übelkeit und selten zu Erbrechen. Wichtig ist, dass zwischen der Tabletteneinnahme und einen Erbrechen eine halbe Stunde vergangen ist.

Nach der Cyprostol Einnahme kann es zu Unterbrauchschmerzen kommen, welche die Einnahme von Schmerzmitteln (z.B. Parkemed 500) notwendig machen. Ebenfalls können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Unwohlsein auftreten.

Sicherheit der methode bzw. Nachbehandlung:

Die methode ist nicht 100% sicher! Eine Blutung bedeutet nicht unbedingt, dass alles Gewebe zur Gänze abgegangen ist.

Deshalben müssen sie ca. 12 – 14 Tagen nach der Einnahme von Mifegyne eine Kontrolluntersuchung machen lassen.

Bei zu starken Blutungen (mehr als ver Vorlagen pro Stunden und das über mehr als 2 Stunden) bzw. Unterbauchschmerzen muss eine Curettage durchgeführt werden. Das ist in 2 – 3% der Fälle nötig. Dieser Eingriff erfodert eine gesonderte Aufklärung.

Wann kommt die nächste Regel (Monatsblutung)?

Die nächste Regel (Monatsblutung) kommt ca. 4 – 6 Wochen nach den Schwangerschaftsabbruch. Sollte nach spätestens 6 Wochen keine Blutung eingetreten sein, so rufen Sie bitte an und vereinbaren noch einen Untersuchungstermin (selbstverständlich ohne zusätzliche Kosten!).

Negativer Rhesusfaktor:

falls Sie einen Negativen Rhesusfaktor haben, müssen Sie eine sog. Rhesusprophylaxe mittles einer einmaligen Injektion bekommen. Damit wird möglichen Problemen bei einer zuküntigen gewollten Schwangerschaft vorgebeugt.

Alternative Methode:

Sie können auch die Schwangerschaft auch durch eine Saugcurettage beenden. Dabei wird in lokaler Betäubung oder in Vollnarkose eine Absaugung vorgenommen. Vorteil: Die Methode ist einseitig. Mögliche Nachteile: Infektionsgefahr, unvollständige Entferung des Gebärmutterinhalts und Verletzungen der Gebärmutter.

Risiken:

  • Ganz prinzipiell müssen Sie sich dessen bewusst sein, dass Kompikationen sowohl beim medikamentösen Abbruch als auch bei einer Saugcurettage zu bleibenden Unfruchbarkeit führen.
  • – Selten treten stärke Blutungen auf, die manchmal durch Medikamente behandelt werden müssen.
  • Noch seltener kann die Gabe von Blut bzw. Blutbestandteilen erforderlich werden. Das bedeutet die sehr seltener Gefahr einer Leberentzündungen (Hepatitis,) HIV (AIDS) oder anderer auf diesem Weg übertragbarer Indektionen-
  • Entzündungen der Gebärmutter, der Eileiter und der Harnblase treten seir selten auf. Sie sind durch eine Therapie mit Antibiotika meisten gut beherrschbar.
  • Wie bei allen andere Medikamenten sind allergische Reaktionen möglich.
  • Dauerfolgen durch anhaltende Störungen der Monatsblutung bzw. Bleibender Unfruchtbarkeit sind sehr selten. Die erste Menstruation nach dem Abrruch variiert und tritt nach 3 – 6 Wochen auf. Danach erfolgt die Menstruation überlicher weiße im Vertrauten Rhythmus.

Es können auch psychische Störungen nach einem Schwangerschaftsabbruch auftreten.
Depressionen, Schuldgefühle oder seelich bedingte Sexualstörungen sind Möglich und kommen auch eine psychotherapeutische Behandlung erforderlich machen.

Sie können bereits im nächsten Zyklus nach dem Schwangerschatsabbruch neuerlich schwanger werden! Es ist daher wichtig, dass Sie sofort mit sicher Verhütung beginnen.

Ärztliche Hilfe ist unbedingt sofort Nötig:

  • wenn Sie irgendetwas beunruhigt!
  • wenn Sie sehr stark bluten, mehr als 3 Vorlagen pro Stunde und länger als 2 Stunden (mehr als 6 Vorlagen in 2 Stunden)
  • wenn Sie Fieber bekommen (länger als einmaliug für 30 Min. bis 38C)
  • wenn die Blutung schwächer als eine Regelblutung ausfällt
  • falls Schwangerschaftszeichen wie z.B Brustspannen bestanden haben und weiter bestehen.

5.August. 2014

Weitere Informationen von der Mifegyne Tablette:

Was spricht gegen einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch?

Die Abtreibungspille Mifegyne® darf nicht angewendet werden, wenn:

  • die Schwangerschaft nicht ärztlich bestätigt wurde.
  • die Schwangerschaft bereits länger als 63 Tage besteht (gerechnet ab dem 1. Tag der letzten Menstruation).
  • der konkrete Verdacht auf eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (wie Eileiterschwangerschaft) besteht.
  • Sie Prostaglandine nicht vertragen.
  • Sie allergisch gegenüber dem Wirkstoff (Mifepriston) oder einem anderen Bestandteil von Mifegyne® sind.
  • Sie unter chronischer Nebenniereninsuffizienz leiden.
  • Sie unter schwerem oder unzureichend behandeltem Asthma leiden.
  • bei Ihnen ein Leber- und Nierenversagen vorliegt.
  • Sie unterernährt sind.

Wenn Sie unter einer Blutgerinnungsstörung leiden, wird der Arzt möglicherweise von der Anwendung von Mifegyne® abraten.

Erhalten Sie eine Kortisonbehandlung, muss bei Anwendung von Mifegyne® die Dosierung des Kortisons überprüft werden.

Sind Sie schwanger geworden, obwohl Sie eine Spirale tragen, muss diese vor Anwendung der Abtreibungspille entfernt werden.